TEWL - Transepidermaler Wasserverlust

Die Schutzfunktion der Haut besteht nicht nur darin, nichts von außen in den Körper dringen zu lassen, sondern auch von innen nicht zu viel Flüssigkeit aus dem Körper austreten zu lassen. Die Menge des austretenden Wasser besteht zum einen aus verdunstendem Wasserdampf und zum anderen aus der Schweißsekretion.
Ist die Hautbarriere beschädigt, wird mehr Wasser abgegeben (erhöhter TEWL). Dieser Verlust erfolgt unkontrolliert, somit spiegelt der TEWL die Funktionalität der Hautbarriere wieder
Bei einer Bedeckung der Haut mit kosmetischen und pharmazeutischen Produkten werden die Ausscheidungsprozesse der Haut mehr oder weniger stark behindert. Wirkstoffe, die in die Haut penetrieren erzeugen einen zusätzlichen Druckverlust. Eine Behinderung des TEWL zieht eine Quellung der Hornschicht nach sich (man kennt das Gefühl, wenn man eine Zeit lang Gummihandschuhe getragen hat).

Messprinzip
Durch die Diffusion des körpereigenen Wassers baut sich ein Druck auf, den man als TEWL messen kann (in g/hm2). Zwei Feuchtigkeitssensoren und zwei Thermometer in einem offenen Messkopf bestimmen das Mikroklima (Open-Chamber Method).
Gemessen wird dabei die Wasserdampfflussdichte: JV= g/(m*h) (Wasserdampfmasse (in g) pro Fläche (in m2) und Zeit (in h)).
Jede der zwei Sonden misst den Partialdruck des Wasserdampfes: Das Gefälle zwischen den beiden Sonden ist dem Verdunstungsgrad direkt proportional. Anschließend kann unter Berücksichtigung der Länge und des Diameters des offenen Messzylinders der Wasserdampfgradienten in den TEWL-Wert umgerechnet werden.

Kontakt

Dermatest GmbH
Engelstraße 37
48143 Münster
+49 251 481637-0
+49 251 481637-66

Suchen

Probanden Hotline

0251 / 481 637 69

Montags bis Freitags
09:00 - 16:00 Uhr