In-Vitro Messmethoden

MTT-Viabilitäts Test

Kosmetische Mittel sollen die Vitalität der Haut unterstützen und fördern. Eine anerkannte Methode zur Bestimmung der Vitalität von Geweben ist der MTT-Viabilitäts Test.
Dabei werden lebende Zellen in Titerplatten (siehe unten) mit dem zu untersuchenden Produkt behandelt. Wird dann MTT, ein eigentlich gelbes Salz hinzugegeben, wandeln nur lebende Zellen das MTT in das purpur-blaue Formazan um.
Anhand des Intensität des Farbumschlages kann mittels Photometrie gemessen werden, welche Auswirkungen ein Produkt auf die Vitalität der Zellen hat. Die Intensität der Farbe ist dann direkt proportional zum Anteil lebender Zellen.

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Interleukin-Nachweis durch Enzyme-Linked Immunosorbent Assay (ELISA)

Die Epidermis ist ein stoffwechselaktives Gewebe, welches einem Prozess permanenter Erneuerung unterliegt. Durch eine akute oder langfristige Schädigung oder eine Infektion der Epidermis werden Botenstoffe, z.B. Biomarker freigesetzt. Zu diesen Botenstoffen gehört unter anderem das Interleukin-1α (IL-1α), das auch eine Aktivierung weiterer Entzündungsfaktoren (z.B. IL-6 und IL-8 etc.) zur Folge hat. Das freigesetzte IL-1α kann durch Hautwaschungen in seiner Quantität aus der Epidermis herausgelöst werden und dann durch eine Analysemethode (ELISA) als Entzündungsmarker bestimmt werden.

Die hier verwendete ELISA Variante wird als sog. Sandwich-ELISA bezeichnet, bei der zwei Antikörper spezifisch an das nachzuweisende Antigen binden. Durch eine nachfolgende enzymatische Reaktion, bei der ein Farbumschlag gebildet wird, kann die Menge an Interleukin fotometrisch bestimmt werden.

Schematische Darstellung ELISA
Der erste Antikörper ist fest an die Inkubationskammer gebunden (A). Das Interleukin 1α bindet an den ersten und zweiten Antikörper (B-C). Nach Zugabe des Streptavidin-HRP (D) und des Substrates (E) findet eine enzymatische Reaktion statt, die das Substrat in einen blauen Farbstoff umwandelt. Durch die Stopp-Lösung ändert sich der Farbstoff von blau zu gelb.

ELISA

TEER (transepithelialer elektrischer Widerstand)

Messung zur Bestimmung der Hautbarrierefunktion

Die Intaktheit und Stabilität der Hornschicht (stratum corneum) ist von entscheidender Bedeutung für die Integrität der Hautbarriere. Vereinfacht ausgedrückt kann man den Aufbau der Hautbarriere mit einer Mauer vergleichen. Die übereinander gelagerten Hautzellen (Korneozyten) werden dabei von den Hornfetten zusammengehalten. Diese Zusammensetzung ist eine essentielle Vorrausetzung für eine gesunde und widerstandsfähige Haut. Die einzelnen Hautzellen werden zusätzlich untereinander durch sogenannte „tight junctions“, direkte Zell-Zell-Kontakte eng miteinander verbunden. Sie verschließen die Zellzwischenräume und bilden eine parazelluläre Barriere (Diffusionsbarriere), die fein reguliert und  äußerst dynamisch ist. Diese Barriere schränkt die freie Diffusion ein und reguliert somit den Transport von Wasser und gelösten Stoffen. Die Dichtheit (gewebespezifisch) wird üblicherweise durch den transepithelialen, elektrischen Widerstand beschrieben.

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